Saruj. Stell dir vor, es gibt kein Geld mehr

Saruj. Stell dir vor, es gibt kein Geld mehr

19.80

Von Bilbo Calvez
Ein Roman aus der Zukunft

Der Zukunftsroman ›Saruj, Stell dir vor, es gibt kein Geld mehr‹ führt die Leser in eine Welt, in der es weder Geld, Regierungen, Rechtsapparat, Kriege noch Grenzen gibt. Dafür Raum für Vertrauen, Liebe und Heilung.
Im tiefsten Inneren haben sich die Menschen schon lange vor der in diesem Buch so genannten »Transition« Frieden und eine Welt ohne Geld gewünscht. Nur galt dieser Traum als eine unerreichbare Utopie. Das Auflösen dieses Glaubenssatzes war – gemäß der Erzählung – die schwierigste Aufgabe der Transition.
Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich:
https://bilbo.calvez.info/shop/SARUJ-Stell-dir-vor-es-gibt-kein-Geld-mehr-eBook-p489175619

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Beschreibung

Die Autorin schreibt über ihr Buch:
›Saruj‹ ist eine Fiktion, ein Liebesroman in einer Zukunft, in der es weder Geld noch Tausch, Grenzen noch Regierungen, Polizeiapparat noch Kriege gibt. Eine Gesellschaft, die nach vollkommener Freiheit strebt.
Saruj (›Empathie‹ in Sanskrit) wurde am Tag der Geldabschaffung geboren und ist 29 Jahre alt. Aufgewachsen ist sie in einer Lebensgemeinschaft in den Pyrenäen, und mehr als ein Drittel ihres Lebens ist sie als Nomadin zu Fuss durch die Welt gereist. Sie ist eine Idealistin und steht in der Geschichte des Buches für die Freiheit. Kevalam (›Allein‹ in Sanskrit) ist der letzte Sohn eines Ultrareichen, Saman. Der Patriarch war der Meinung, als das Geld an Bedeutung verlor, dass die geldfreie Gesellschaft nur von kurzer Dauer sein würde. Daher hat er für sich und seine Familie eine autarke Siedlung errichtet, die von der Welt komplett abgeschottet ist. Seinem Sohn wurde erzählt, dass in der Welt ›da draussen‹ nur Mord und Totschlag herrscht.
Die Handlung beginnt, als Saman stirbt. Kevalam, gerade 18 Jahre alt, sieht die Außenwelt zum ersten Mal. Mit dem Flugfahrzeug seines Vaters verlässt er die Siedlung und verursacht kurz darauf einen Unfall. So trifft er auf Saruj. Saruj war gerade auf dem Weg zu einer Sannyasinii, die zusammen mit anderen Mystikern eine Wallfahrt durch den deutschsprachigen Raum organisiert, um die Böden, Seen und Gebäude energetisch zu reinigen. Einige dieser Mystiker sind über 100 Jahre alt und somit noch Zeitzeugen der Transition.
Kevalam entscheidet sich, Saruj zu folgen und an der Wallfahrt teilzunehmen. Ihm fällt es zunächst schwer zu akzeptieren, dass eine Welt ohne Geld friedlich funktionieren kann. Er fürchtet den Verlust von Sicherheit und Gerechtigkeit. Beides kann seiner Überzeugung nach nur durch Geld und Kontrolle gewährleistet werden. Mit der Unterstützung Sarujs und der geduldigen Sannyasins lässt er sich nach und nach auf diese neue Gesellschaft ein und entdeckt ihre Schönheit.
Dieses Buch ist der Abschluss des Projektes ›Die Bärensuppe‹, ein Projekt, das sich ebenfalls mit der Vision einer geldfreien Gesellschaft beschäftigt. ›Die Bärensuppe‹ ist eine interaktive Ausstellung, die den Besuchern ein Experimentierfeld bietet, in dem Vertrauen und Entscheidungen im Konsens geübt werden. Die Gäste bringen die Zutaten mit und eine Suppe wird ohne die Leitung eines Chefkochs gekocht. Das gemeinsame Ziel ist, dass die Suppe schmeckt. Irrelevant dabei ist, wer wie viel oder gar nichts mitbringt. Seien es Zutaten, Hunger oder aktives Mitmachen. Die Übung besteht darin, gegenseitige Achtsamkeit zu erfahren, Wünsche auszudrücken, Fülle zu erleben (es gab stets ›mehr als zu viel‹) und Widerstände abzubauen. Sie vermittelt einen Vorgeschmack auf eine hierarchielose Gemeinschaft. Bei diesem Projekt musste ich mich dank der Zweifel der Besucher intensiv mit den Grenzen dieser Idee beschäftigen und selbst nach konkreten Lösungen suchen. Nach fünf Jahren war ich bereit, diese Fragen samt praxisorientierter Antworten in einen Roman einzubinden.
Das Buch ist sowohl eine ›Bedienungsanleitung‹ als auch eine Inspiration dafür, wie neue Wege eingeleitet werden können. Ob eine geldfreie Gesellschaft tatsächlich schon in 40 Jahren entstehen kann, vermag ich nicht zu versprechen. Mir war es jedoch ein Anliegen, eine zeitnahe Zukunft zu beschreiben. Einerseits, damit einige Zeitzeugen der ›Transition‹ im Buch zu Wort kommen können, andererseits, damit diese Vision für die Leser greifbarer wird und Lust auf gegenwärtiges Handeln macht. Als Künstlerin geht es mir um die Endvision. Wohin die Reise tatsächlich führt, weiss niemand. Dieses Buch soll inspirieren und Mut machen. Jeder Schritt in Richtung einer friedlicheren Gesellschaft zählt. — B.C.
Infos: https://www.bilbo.calvez.info/saruj

 

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0.6 kg
Maße 21 × 14 × 1.5 cm

Aufgewachsen bin ich in einem Pariser Vorort. Mit 22 und einem Master in Genetik (Maitrise de Biologie des organismes et des populations) in der Tasche zog ich 1985 nach Berlin, weil ich von meinem Pantomimenpartner gehört hatte, dass man dort kein Geld zum überleben braucht und ich in Paris zwischen meinen Jobs als Briefträgerin, Mathelehrerin und Pantomime in Montmartre – plus Studium und ehrenamtlicher Arbeit in einem Radiosender – kaum noch Zeit zum Schlafen hatte. In Berlin brauchte ich tatsächlich wenig Geld, um zu überleben und schaffte es sogar, ohne einen Cent einen 16mm-Kurzfilm zu realisieren. Es folgten mehrere Filme, darunter ›Schön, dass wir nicht, wie die anderen sind‹ ein Kurzfilm, der beim Wettbewerb der Grünen ›und fremd bist du‹ den 4.Platz erhielt und ›Rhythm Control‹, der bei den Oberhausener Kurzfilmtagen den ersten Platz bekam. Dann hörte ich, dass RiasTV Mitarbeiter suchte und wurde dort als Cutterin eingestellt. Nach einem Jahr kündigte ich und arbeitete als freiberufliche Cutterin weiter.

Mehr als 25 Jahre lang fuhr ich dann mit 80 km/h auf der Autobahn des Lebens. Nur darauf achtend, dass ich rechtzeitig an Treibstoff kam, also ans Geld. Ich starrte gerade aus vor mich hin und sah keine Ausfahrt, suchte allerdings auch nicht danach. Es war nicht besonders aufregend, aber auch nicht besonders schrecklich und es hätte noch Jahre lang genauso weiter gehen können. Nun, 2012 geschah doch etwas. Ich wurde von einer Produktionsfirma so unverschämt behandelt, dass ich entschied, den Beruf der Filmschnittmeisterin an den Galgen zu hängen. Also die Autobahn zu verlassen. Ohne GPS und ohne Orientierungssinn. Scheiss aufs Geld, irgendwie werde ich schon überleben.
 
Nachdem ich zwei Kunstprojekte abgeschlossen hatte “Publik-Privat” über Gesichts -und Gehirnasymmetrie und “Faces of Love” über Langzeitsliebesbeziehungen, begann ich, mich immer mehr mit dem Thema Geld zu beschäftigen. Wie sehr Geld unsere Umwelt beeinflusst, das Leben aller Menschen und aller Lebewesen. Stress und Konkurrenz.
 
Bald kam mir die Überlegung “Wie wäre es, wenn es gar kein Geld gäbe?“ Ich meine damit nicht, dass wir alle zurück in den Wald gehen und nur vom Austausch leben sollen. Austausch wäre eigentlich auch Geld, nur wäre das unpraktischer und komplizierter. Gegen die natürliche Neugier des Menschen zu kämpfen, also gegen Entwicklung, Fortschritt und Technik, wäre meiner Meinung nach auch absurd und würde nicht von Dauer sein. Nun, als ich zu dieser Zeit diese Idee erläuterte, reagierten die meisten hochallergisch, um nicht zu sagen: panisch. Eine klare Vision fehlte. 2014 hielt ich deshalb als Zeitreisende eine Rede vor dem Brandenburger Tor in Berlin, in der ich eine Zukunft beschrieb, die in einer Gesellschaft ganz ohne Geld, Kriege, Grenzen und Regierungen funktioniert. 

Bilbo Calvez ist Biologin mit dem Schwerpunkt Genetik und Hirnhemisphären. Bekanntheit erlangte Calvez mit ihrem Projekt Publik Privat, eine Analyse der Gesichtshälften-Symmetrien. Ihre Rede in der Friedensbewegung auf dem Pariser Platz 2014 in Berlin, wobei sie sich als Zeitreisende inszenierte und damit außerordentlichen Erfolg hatte, brachte ihr weitreichende Bekanntheit in der Friedensbewegung ein. Ihr Projekt der „Bärensuppe“, in der sie die Vision einer geldlosen Gesellschaft als Begegnungsprojekt ins Leben rief, brachte ihr darüber hinaus große Beliebtheit.

In diesem Gespräch stellt Bilbo Calvez ihre gesammelten Erfahrungen einer geldlosen Gesellschaft in Form eines Romans mit dem Titel “Saruj – Stell dir vor, es gibt kein Geld mehr” vor. Dieser Roman, der in der Zukunft spielt, erzählt einen Potpourri ihrer ganzen Erfahrungen und Visionen, nicht nur über eine geldlose Gesellschaft. Calvez legt hier eine anarchische Gesellschaft offen, in der völlig neue Aspekte des Miteinanders dargelegt werden, wenn Geld allein nicht mehr den Wert darstellt, nach dem alle streben.