Tamera: Ein Modell für die Zukunft

Tamera: Ein Modell für die Zukunft

Von Leila Dregger (Hrsg.)

Wenn wir Frieden auf der Erde wollen, müssen wir eine Vorstellung davon gewinnen, was Frieden ist. 1978 begann ein Forscherteam damit, ein Modell für eine zukünftige Weltgesellschaft zu entwickeln, die auf Vertrauen und Kooperation beruht. Aus diesem Vorhaben entstand das Heilungsbiotop Tamera in Portugal mit seinem internationalen Netzwerk. Das vorliegende Buch gibt einen Einblick in den Stand der Arbeit dieses Projektes anhand dreier zentraler Bereiche: der Permakultur und Wasserlandschaft, der Solartechnologie und der Friedensausbildung.

Überarbeitete Neuauflage 2015

 19,80

Description

„Sonnenlicht ist die reinste Energiequelle. Wir tasten uns als Menschheit erst gerade vor, was wir mit konzentriertem Sonnenlicht tun können und welche technischen, künstlerischen und spirituellen Möglichkeiten sich daraus ergeben.”
Douglas Baillie, Physiker, Mitarbeiter im Technologie-Team von Tamera

Der reich bebilderte Band beschreibt den Aufbau des Zukunftsmodells Tamera in Portugal vor allem in den Bereichen Wasser, Energieautonomie, Friedensausbildung und Gemeinschaftsaufbau. Es ist eine kompakte Projektbeschreibung, die ihre Leser in ein Abenteuer unserer Zeit führt: die konkrete Umsetzung einer großen Friedensvision.

 

 

Eine andere Welt ist nicht nur möglich, es gibt sie bereits, zumindest an einigen Orten der Erde. Im Süden Portugals befindet sich eine konkrete Utopie im Aufbau: das Heilungsbiotop 1 Tamera, ein Friedensforschungszentrum und eine Gemeinschaft von über 170 Menschen aller Altersstufen und verschiedener Nationalitäten, gegründet vor über 40 Jahren. Ihr Ziel ist es, ein gesellschaftliches Modell für eine Friedenskultur aufzubauen.

Das Buch beschreibt diesen tiefen Systemwechsel und geht dabei besonders ausführlich auf die Erfahrungen im Aufbau einer Wasserretentionslandschaft ein; so wird sichtbar, dass auch eine von Wüstenbildung bedrohte Region mit relativ einfachen Mitteln restauriert werden kann. Dazu kommen die Erfahrungen in dezentraler Energieautonomie, der Aufbau einer internationalen Schule, die Abteilung für spirituelle Forschung und Kooperation mit der Natur, sowie die Liebesschule und die ethischen Grundlagen der Gemeinschaft. Das Buch umfasst ebenso das globale Friedensnetzwerk wie die Einbettung in der Region und die Entstehungsgeschichte Tameras.

 

Photo ©Tamera Arts: Paul Gisler, Koordinator der Solartechnologie in Tamera arbeitet am Spiegel-Projekt

„In jedem Moment strahlt die Sonne 15.000 mal so viel Energie auf die Erde, wie die gesamte Menschheit verbraucht. Wir müssen nur die geeigneten Technologien entwickeln, um sie zu nutzen. “

Die Spiegel-Forschung des Solaren Testfeldes von Tamera verbindet Hightech und dezentrale Energieautonomie für die Anwendung auf Gemeindeebene, zum Beispiel für Bäckereien, Recyclingbetriebe oder Töpfereien. Der von einem Tamera-Team entwickelte Solar-Spiegel aus Präzisions- und Leichtgewicht-Membran-Optik erreicht bereits Temperaturen von über 1000°C.

Leila Dregger, geb. 1959, wurde Agraringenieurin, weil sie für Lebensmittelgerechtigkeit eintrat und Landkommunen gründen wollte; sie wurde Journalistin, um über weltweite Alternativen zu berichten, sie schrieb Theaterstücke, um mit Kunst und Poesie die Welt zu verändern, gab eine Frauenzeitschrift heraus, um der weiblichen Stimme mehr Kraft zu verleihen. Auf vielen Reisen, auch in Krisengebiete, besucht und vernetzt sie traditionelle Dörfer und moderne Gemeinschaften; sie arbeitet mit dem Global Ecovillage Network (GEN), dem Netzwerk der Ökodörfer, und wirkt mit am "Plan der Heilungsbiotope". Sie lebt und arbeitet vor allem im Heilungsbiotop 1 Tamera in Portugal.