Dieter Duhm: Der unerlöste Eros

€15.30
ISBN 978-3-927266-06-3, 200 S., Pb.
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Engagiert, mit viel Humor und Anteilnahme beschreibt der Autor in diesem Buch ein tiefes, existenzielles und schmerzhaftes Thema in unserer Kultur: die Liebe zwischen Mann und Frau. Sie ist etwas vomCover: Der unerlöste Eros Schönsten, was wir uns vorstellen können. Gleichzeitig ist sie aber bis heute ungelöst und unerlöst, voller Enttäuschungen und Schmerzen: die Folge eines uralten Geschlechterkrieges. 

Der Krieg zwischen Mann und Frau ist das Erbe einer fünftausend-jährigen Geschichtsepoche der Männerherrschaft. Geherrscht wurde mit Methoden der Gewalt, der Lebenszerstörung und der sexuellen Unterdrückung. Der Mann hat die Frau erniedrigt und dabei seine eigene Quelle verloren. Es ist dieser Schmerz der Geschichte, der in beiden Geschlechtern wirksam ist und sich heute wiederholt in den verunglückten Beziehungen, den stillen Resigna-tionen, den psychosomatischen Erkrankungen, den sexuellen Gewalttaten, den alltäglichen Kettenreaktionen von Enttäuschung und Rache, Opfer und Täter.

Für die Lösung des Themas formuliert Dieter Duhm zwei Haupt-linien: erstens die Erkenntnis dieser Zusammenhänge und zweitens die Herstellung realer Vertrauensräume für eine wachsende Zahl von Menschen. Beides zu bewirken ist Inhalt und Ziel dieses Buches.
Wie läßt sich hier zwischen Mann und Frau, aber auch zwischen Liebenden des gleichen Geschlechts, Frieden und Vertrauen schaffen? Wie können Treue und die Lust auf sexuelle Abenteuer miteinander verbunden werden ohne den Zwang zur Dauerlüge? Was ist Impotenz? Wie befreien wir die Liebe von der Eifersucht? Was ist "freie Liebe"?
Es sind persönliche Fragen, die in diesem Buch aufgegriffen werden. Die Antwort findet sich aber auf einer höheren "politischen" Ordnungsebene: die persönliche Heilung kann nur gelingen in einem anderen Lebensumfeld,  im Aufbau einer neuen Lebensweise: Wie sieht ein Gesellschaftssystem aus, in der die Liebe zwischen zwei Menschen nicht mehr automatisch die Liebe zu Dritten ausklammern muss?

Der Autor skizziert die geistigen und sozialen Grundlagen für eine solche Kultur, in der Eifersucht kein Naturgesetz mehr ist, die sexuelle Sehnsucht nicht mehr verleugnet werden muß und eine erotische Solidarität und Freundschaft zwischen Männern und Frauen aller Alterstufen möglich wird. "Erkennende Liebe" nennt er den Vorgang, der zur Versöhnung zwischen Mann und Frau führt und beide befähigt, sich endlich gemeinsam und mit offenem Herzen für das Leben und die Liebe auf der Erde einzusetzen.
Das Buch ist gewidmet all denen, die mit liebesbereitem Herzen unterwegs sind zu neuen Ufern, den Kindern, Tieren und allen, die den Schutz und die Parteinahme des erwachsenen Menschen jetzt brauchen.

Inhalt

Leseprobe: Eros und Religion - Heiligung der Ursprünge